Basale StimulationDie basale Stimulation ist ein Konzept, das von Professor Dr. Andreas Fröhlich entwickelt wurde.
Gemeinsam mit C. Bienstein wurde dieses Konzept in den 80er Jahren in die Erwachsenenpflege übertragen und etabliert sich mittlerweile in vielen Bereichen der Pflege.
Professor Fröhlich hat in den 70er Jahren ein neues Konzept zur Förderung schwerst behinderter Kinder entwickelt, da die damalige Versorgung dieser Kinder unbefriedigend war. Er war der Überzeugung, dass auch schwerst behinderte Kinder erlebnis- und wahrnehmungsfähig sind, dass auch sie über psychosoziale Kompetenzen verfügen, auch wenn Außenstehende dies kaum registrieren können.
Basale Stimulation versucht in der Pflege schwerst beeinträchtigten Menschen bekannte, elementare Wahrnehmungserfahrungen zu ermöglichen, um sie in ihrem Erleben zu begleiten und ihre Fähigkeiten zu fördern.
Das Ziel ist die Anregung und Förderung individueller Lernprozesse in dem betroffenen Menschen.
Alle Menschen die in ihrer Fähigkeit zur Wahrnehmung, Bewegung und Kommunikation eingeschränkt oder gestört sind, brauchen die basale Pflege.
Basale Stimulation umfasst: Somatische Stimulation, basal stimulierende Ganzkörperwäsche (beruhigend oder belebend), Massagen, vibratorische Stimulation, vestibuläre Stimulation, orale Stimulation, auditive Stimulation, visuelle Stimulation und taktil- kinästhetische Stimulation
AromatherapieSeit rund fünf Jahrtausenden ist bekannt, dass ätherische Öle nicht nur angenehme Düfte verbreiten, sondern auch bei Krankheiten helfen. schon die alten Ägypter wanden die Aromatherapie an, um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu fördern.
Aromen sind hochwirksame Essenzen, 100% naturreine Öle, welche auf Körper und Psyche wirken. Die 10 Mio. Riechzellen tasten die Einatemluft nach Duftbotschaften ab. Die Sinneszellen nehmen Duftreize auf und leiten sie über die Nervenfasern zum Riechkolben. Die Reizleitung erfolgt ohne Zensurierung von Zellen des Großhirns direkt in das limbische System. Dieses ist verantwortlich für alles was sich dem bewussten Willen entzieht (Herzschlag, Verdauung, Körpertemperatur, Schweiß, Schlaf, Gefühle). Durch die direkte Verbindung in diesen Teil des Großhirns können diese genannten Funktionen mit ätherischen Ölen beeinflusst werden.
FOTT - fazio orale Trakt TherapieDie FOTT bezeichnet ein Konzept zur Behandlung neurologisch bedingter Dysphagien, gestörter Ausdrucksbewegungen des Gesichtes und nonverbaler Kommunikationsmöglichkeiten.
Diese Therapie basiert auf dem Bobath Konzept. Kay Coombes (englische Logopädin) übertrug die Erkenntnisse aus dem Bobath - Konzept hinsichtlich der Voraussetzung für normale Haltung und Bewegung auf die komplexen Zusammenhänge der Schlucksequenzen und der Ausdrucksbewegungen des Gesichtes.
Die FOTT beinhaltet 4 Aspekte.
BobathDas Bobath-Konzept ist heute unbestritten das erfolgreichste und anerkannteste Pflege- und Therapiekonzept zur Rehabilitation von Patienten mit Schlaganfällen und anderen Erkrankungen des Zentralnervensystems. Es wurde seit den 40er Jahren von der Krankengymnastin Berta Bobath und Ihrem Mann, dem Neurologen Dr. Karl Bobath entwickelt. Seither wurde es weltweit kontinuierlich weiterentwickelt.
Das Bobath-Konzept basiert auf der lebenslangen Fähigkeit des Nervensystems, sich Reizen durch Strukturänderung anzupassen (Plastizität des Nervensystems, Neuroplastizität). Durch spezielle Arten der Lagerung, der Bewegung des Patienten innerhalb und außerhalb des Bettes (Handling) und der Anleitung bei allen Lebensaktivitäten (AEDL, ATL), wie z. B. Körperpflege, Essen und Trinken und An- und Auskleiden wird diese Lernfähigkeit im Alltag des Betroffenen ausgenutzt. Dem Nervensystem werden wiederholt richtige Lernangebote als Stimulation entgegengebracht. Der Alltag des Betroffenen wird so zur Therapie.
Arbeitsprinzipien des Bobath-Konzeptes sind die Erarbeitung eines angepassten Muskeltonus, die Anbahnung physiologischer Bewegungsabläufe und die Verbesserung der Körper-Wahrnehmung
Die Hauptelemente:
Kinästhetikkinesis = Bewegung, aisthesis = Empfindung
Die Kinästhetik ist ein Bewegungskonzept, das die Handlungs- und Bewegungsfähigkeit der Pflegeperson entwickelt, damit sie den Patienten zur gezielten Bewegung und Organisation seines Körpers führen kann.
Grundprinzipien:
Ziele: